Weilburg_Wappen_1

Das von der Post noch heute genutzte Gebäude wurde für Hofmann in den Jahren 1786/87 auf Kosten des Fürsten Karl Christian von Nassau-Weilburg und nach Plänen des Bauinspektors Johann Ludwig Leidner erbaut. Für die Summe von 3000 Gulden, zu zahlen in sechs Jahresraten, ging das Gebäude dann in den Besitz Hofmanns über. Das Haus Postplatz 3 wurde 1883 im Renaissancestil für den Mühlenbesitzer Friedrich Wilhelm Engelmann errichtet. Bei der Fassadengestaltung orientierte man sich dabei weniger am Barockbau des Postgebäudes, als viel mehr an dem in Sichtachse liegenden Hochschloss. Besonders reich mit Säulen-, Rollen- und Beschlagwerkornament verziert ist das Zwerchhaus. Beachtung verdienen aber auch die vielfältigen Fensterformen über dem Rustikaportal und die Eckquaderung. Der Weilburger Bauunternehmer Karl Baltzer junior war ausführender Baumeister, vielleicht auch der Architekt. Zwischen dem unteren Brückenhaus und dem Postgebäude befand sich bis 1973 eine eine kleine Anlage, in der Ruhebänke standen und deren Rund mit Rotdornbäumen bestanden war, in der Mitte ein mit Blumen bepflanztes Rondell. Beim Bau des neuen Kreissparkassengebäudes verschwand diese Anlage 1973. Heute ist in diesem Bereich der Postbrunnen aufgestellt. Eine weitere kleine Anlage, mit Bänken ausgestattet und von Bäumen bestanden, befand sich auch unmittelbar hinter dem oberen Brückenhäuschen. 1933 wurde dort das Lutherdenkmal aufgestellt. Durch Straßen- und Wegebaumaßnahmen wurde diese Anlage immer weiter verkleinert und nach Abschluss des Baus der Teilortsumgehung sind 2005 nur wenige Quadratmeter verblieben, auf denen aber noch das Lutherdenkmal einen Platz erhalten konnte. Mit der neuen Verkehrsführung auf Grund der Teilortsumgehung wurde 2005 zwischen Steinerner Brücke und Postgebäude ein Kreisverkehr geschaffen und auf dessen Innenfeld ein mit Basaltsäulen gestalteter Brunnen installiert.